Eigentlich wollte Charlotte – die Protagonistin im Roman Die Assistentin – Musikerin werden. Doch ihr großer Wunsch geht nicht in Erfüllung. Ein vernünftiger Job muss her und den findet sie in einem Verlag als Assistentin eines Verlegers in München. Dort im Zentrum der Macht wird ihr sehr viel abverlangt, sie kämpft mit harten Bandagen und Stärke um Anerkennung und Vertrauen. In witziger und unterhaltsamer Manier wird in dem Roman Die Assistentin Romantik ebenso geschildert wie Panikattacken, aber auch die Einsamkeit, die sich einstellt, wenn man Leute nur noch über Social Media beobachtet.
In lakonischem Tonfall erzählt Bestsellerautorin und BookTok-Liebling Caroline Wahl von einer jungen Frau, die nicht zum Opfer werden will und dennoch oft in berufliche Situationen gerät, die sie an ihre Grenzen und ihre psychische Gesundheit in Gefahr bringt. Ständig und wiederkehrend mit Extrawünschen und Grenzüberschreitungen des exentrischen Verlegers konfrontiert, geht Charlotte einen mutigen Schritt und kündigt den Job.
Eine Leidensgeschichte über Resilienz und das nackte Überleben in einer Welt, die oft einem Haifischbecken gleicht. Dass es viele Ähnlichkeiten zum tatsächlichen Lebenslauf der Autorin gibt, ist Teil einer klugen Inszenierungsstrategie und ihres Erfolgs auf dem Buchmarkt.
Die heute in Kiel lebende Autorin Caroline Wahl arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Deutsche Literatur bereits in mehreren Verlagen. 2023 erschien ihr preisgekrönter Debütroman „22 Bahnen“, der aktuell im Kino läuft. Ihr zweiter Roman „Windstärke 17“ stand monatelang auf der Bestsellerliste.
Caroline Wahl – Die Assistentin // Rowohlt Verlag // Lesung im Münchner Volkstheater // 08. Oktober, 20:00 Uhr // Tickets ggfs. an der Abendkasse




