Die erste Hitzewelle des neuen Jahres kommt früh, so viel lässt sich jetzt schon sagen. Besonders für all jene, denen es warm ums Herz wird bei feinstem Psychedelic-Southern-Blues-Rock mit einer Prise Soul und jeder Menge Power. Denn es haben sich keine geringeren Bands zu einer Double-Headliner Tour zusammengetan als die famosen drei Niederländer von DeWolff und ihre kongenialen schwedischen Counterparts der Blues Pills. Jede Band für sich einen Konzertbesuch wert, kredenzt sie uns das Backstage also am 29. März direkt im Doppelpack – Doppelwumms in Reinkultur.
Vor inzwischen zwölf Jahren, in 2014, katapultierten sich die Blues Pills mit Sängerin Elin Larsson an der Spitze, einer Reinkarnation Janis Joplins mit unfassbarer Power und Bühnenpräsenz, mit ihrem brachialen, self-titled Debütalbum direkt in die Herzen ihrer alsbald zahlreichen Fans, in die europäischen Albencharts und auf renommierte Festivalbühnen wie dem Summer Breeze oder dem Montreux Jazz Festival. Ohne Schwächen und dank epischer Rocksongs wie High Class Woman oder Devil Man sowie schwelgerischer Blues-Balladen wie Little Sun gehört Blues Pills zu den besten Blues-Rock Alben der 2010er Jahre und die Band seitdem zur Oberliga des Genres zusammen mit Bands wie Graveyard oder Kadavar. Nach zwei weiteren Alben in 2016 (Lady in Gold, welches Platz 1 der deutschen Albencharts erreichte) und 2020 (Holy Moly!) folgte der Wechsel von Nuclear Blast zu Throwdown Enternainment (BMG) und in 2024 ihr bisher letztes Studioalbum Birthday. Wenn auch etwas weniger roh und retro als vor zehn Jahren, zeigen sich Elin Larsson und Konsorten weiterhin hochinfektiös und gehören nach wie vor zu den feinsten Live-Erlebnissen des Bluesrock.
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Nicht im geringsten stehen ihnen dabei die drei Jungs von DeWolff nach, die gefühlt seit immer in stetigem Wechsel neue Alben rausfeuern und touren, auf einem Ehrfurcht einflößenden Niveau. Selbst wenn Frontmann Pablo van de Poel wegen eines verknacksten Fußes seine virtuosen Gitarrensoli im Rollstuhl sitzend runterzupfen muss, wird eben ein Schuh durch einen Krokoleder-Schlappen ersetzt und ein Roadie dazu abgestellt, ihn im Rollstuhl über die Bühne zu schieben, bis er sich einer Gospel-Wunderheilung gleich selbst von seiner körperlichen Einschränkung befreit (Tipp: mal auf YouTube nach Live at North Sea Jazz 2025 suchen). Mit seinem Bruder Luka van de Poel an den Drums und Robin Piso, der die Hammond-Orgel beherrscht, als wäre sie ein ihm eigenes Körperteil, stellt das Trio seit Jahren den heißesten Shit dar, den man sich als Bluesrocker gönnen kann. Ohne Schnickschnack oder technisch aufgeblasene Bühnenshow, sondern mit unbändiger Spielfreude und purem Talent gesegnet, schüttet jeder Konzertbesuch eimerweise Endorphine aus, selbst wenn man die Band schon ein Dutzend Mal gesehen haben sollte. Diesen Qualitäten zollten in den vergangenen Jahren auch Legenden wie Toto, The Black Keys oder Deep Purple ihren Respekt, die DeWolff in ihr Tourprogramm aufnahmen oder im Falle der Gitarrenlegende Joe Bonamassa mit der Band kooperierten.
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Für nicht mal ’nen Fuffi bekommt man also diese beiden absolut phantastischen Bands im Doppelpack geboten. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findet man nur selten!
Blues Pills > Homepage & DeWolff > Homepage // 29. März// Backstage Werk // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // Eintritt: 48,24 Euro




