Gavial – Thanks, I Hate It

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Das neue Jahr ist noch keine drei Wochen alt, da kloppen Gavial mit Thanks, I Hate It schon einen ersten, heißen Anwärter auf den Albumtitel des Jahres heraus. Dass die Band hiermit nicht etwa das Zurückbringen der Pfandflaschen aus dem Proberaum meint, sollte selbstverständlich sein. Thanks, I Hate It ist eine Antwort auf den Widersinn, der die Welt und die modernen Gesellschaften so oft in sich tragen. Daher ist die Coverversion von Chris Isaaks Wicked Game sicherlich auch kein Zufall. Handelt der Song doch auch von Obsession und selbstzerstörerischen Begierden, die als „böses Spiel“ anderen Menschen Schaden zufügen.

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Gavial waren bis 2023 mit dem Namen Tourette Boys unterwegs. Zum vierten Album erfolgt der Namenswechsel zu Gavial. Geblieben ist die Liebe zum Psychedelic Blues Rock, den das Quartett in wunderbar unaufgeregter Art und Weise, melodiös, zugänglich, fragil zelebriert. Im Sound der Band, deren Musiker in Berlin, Dresen und Leipzig beheimatet sind, lassen sich Spuren der Doors, von The Cult, The Tea Party oder auch Saigon Kick zu The Lizzard Zeiten, finden. Das mag zum einen an der sonoren und charismatischen Stimme von Benjamin Butter liegen, zum anderen an den Arrangements, die immer wieder Zeit und Fläche für verschiedene Instrumente und Jamparts lassen. Das Bassspiel von Paul Kollascheck mit seiner pumpenden Intensität legt ein dunkles, schweres Band um jeden der sieben Song, die ohne viel Aufheben im eigenen Proberaum eingespielt und produziert worden sind. Thanks, Gavial. I Love It!


Gavial – Thanks, I Hate It > Bandcamp // Exile on Mainstream Records // VÖ: 23.01.2026