Foto: Michelle Rassnitzer

04. März
Naked Lunch

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Aus Klagenfurt hinaus in die Welt und zurück. Naked Lunch, die 1991 von Oliver Welter gegründete Band, beglückt die Welt mit melancholischen und von Chören zwischen Kärntner Grenzland und kalifornischen Beach Boys geprägten Liedern. Ein langer Weg mit vielen Sackgassen, Umwegen, Schnellstraßen und Kreuzungen wurde bislang bestritten.

„Ich habe diese Band gegründet und ich werde sie zu Grabe tragen, wenn mir danach ist“, sagte Naked Lunch Mastermind, Songwriter und Sänger Oliver Welter einmal. Offensichtlich ist ihm noch nicht danach. Denn plötzlich und unerwartet fand sich im November 2025 ein neues Album von Naked Lunch in den Regalen der letzten verbliebenen Musikalienfachgeschäfte. Zwölf Jahre nach ihrem letzten, heftig gefeiertem Album All Is Fever schlägt Welter mit der neuen Platte Lights And A Slight Taste Of Death ein weiteres Kapitel in der bewegten Geschichte von Naked Lunch auf.

Nach einem kometenhaften Aufstieg in den prosperierenden 1990er Jahren, der der Welt wunderbare Musik, der Band aber wenig Ertrag eingebracht hat, nach intensiven Jahren mit endlosen Touren, geplatzten Majorverträgen, sündhaft teuren Aufnahmen in Studios von Bochum bis New York und einem längeren Aufenthalt in London blieb den Musikern nicht viel mehr als ein Sack voll desillusionierender Erfahrungen im Pop-Business und ein noch größerer Berg an Schulden.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends scheint die Karriere in Trümmern zu liegen. Aber langsam und geduldig gehen die Musiker den Schritt zurück in die Heimeligkeit der Provinz und finden im Weilheimer Kosmos und unter den Fittichen von Produzent Olaf Opal den Weg zu mehr elektronischen Klängen. Mit kleiner werdenden Budgets kehrt auch der Erfolg zurück und ihren Alben Songs For The Exhausted (2004) , This Atom Heart Of Ours (2007) und All Is Fever (2013) liefern hochklassigen Pop zwischen Euphorie und Verzweiflung.

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Und nun wieder ein Comeback. Lights (And A Slight Taste Of Death) gibt sich kämpferisch, ist nicht poliert und versteckt weder die Narben noch die leicht ramponierte Konstitution der Protagonisten. Trotzdem oder gerade deswegen leben die Songs von der Schönheit des Augenblicks und wirken als ein lebendiges und ehrliches Werk einer Band, die noch lange nicht am Ende angekommen ist.

Wir verlosen Freikarten für die Show am 24. März im Milla Club: Einfach Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff Naked Lunch und schon seid ihr im Lostopf dabei. Wir ziehen die Gewinner*innen ein paar Tage vor dem Konzert. Viel Glück!


Naked LunchFacebook // 04. März 2026 // Milla Club // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // VVK: 25 Euro + Gebühr, AK: 30 Euro