Schreng Schreng & La La – Catch & Release

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Still und leise und fast schon heimlich flattert dieser Tag ein neues Album des Minimal-Akustik-Punk Duos Schreng Schreng & La La auf den Plattenteller. Unbeachtet von den großen Medienhäusern, Influencer*innen und bestens vernetzter Talentscouts haben Jörkk und Lasse irgendwann und ohne viel Federlesen 11 frische Lieder aufgenommen. Wie immer kommt die Musik der Beiden zur denkbar richtigen Zeit in denkbar unruhigen Zeiten. Die Kompositionen und Arrangements sind gewohnt schlicht gehalten.

Lasses Gitarre lässt genau alles das weg, was auch nur im entferntesten nach verschnörkelten Ballast anmuten könnte. Tadellos und variationsarm klingt jedes Stück perfekt. Weil es im Punk um Performance und nicht um Perfektion geht. Wer viel Didel Dadel Dum und saubere Peter Bursch Gedächtnis-Barré-Griffe zum Glücklichsein braucht, der sucht besser an anderer Stelle. Trotzdem ist das vierte Album der Beiden sehr stimmig austariert und wirkt vertraulich und sich geschlossen. Ein paar Studiogäste sorgen mit ihren Instrumenten für wohltemperierte Auffrischung.

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Weit weniger schlicht sind die Texte, mit denen Jörkk Mechenbier den Deckel des Sarges seiner kleinen und größeren Dämonen lüftet. Simpel und schlau und mit einem gewissen Zungenspitzengefühl singt der Mann, der sonst bei Love A oder Trixsi hinter dem Mikro steht, über kleine Skurrilitäten, große Gesten, scharfe Beobachtungen und zauberhafte Nichtigkeiten. Ob über das eigene Älterwerden, die gesellschaftlichen Unwuchten oder den Nachruf für einen viel zu früh gegangen Freund, die wenigen Worte wirken einfach! In einer knappen halben Stunde bringt es Catch & Release mit Unzufriedenheit, Blödsinn, Genervtheit und Solidarität auf den Punkrock Punkt. Danke dafür!


Schreng Schreng & La La – Catch & Release // Rookie Records / Indigo // VÖ: 29.08.2025 // > Facebook