Zwischen steinernen Torsos und leuchtenden Sternen – Soap&Skin am 19. Oktober im Werk7
Wer Soap&Skin schon einmal live gesehen hat, weiß: Das ist kein Konzert, das ist ein Ritual. Anja Plaschg baut Räume, in denen man sich verliert – und manchmal neu findet. Mit Torso hat sie 2025 ein Album veröffentlicht, das aus Verhüllungen, Metamorphosen und Umdeutungen besteht. Ein Werk voller Covers, die längst keine Covers mehr sind, sondern eigenständige Wesen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Da fliegt eine singende Säge durch Tom Waits’ Johnsburg, Illinois. Lana Del Reys Gods & Monsters wird bei ihr zum Slowcore-Banger, der Begierde in Täter verwandelt. Und Voyage, Voyage mutiert erneut zu einer düsteren Parabel über Leben und Vergänglichkeit. Plaschg saugt diese Lieder auf, wie ein Schwamm, und schleudert sie transformiert wieder hinaus. Als wäre die Musik selbst Schimmel, der alte Formen überwuchert und etwas Neues, Glänzendes entstehen lässt.
Soap&Skin war nie leicht zu fassen. Seit Narrow (2012) liefert sie uns fragile Hymnen, die genauso morbide wie hoffnungsvoll sind. In Torso aber kommt noch eine neue Dimension hinzu: Zusammenarbeit. Zum ersten Mal hat Plaschg mit einem Ensemble in Wien aufgenommen. Und doch ist die Intimität geblieben, dieses Gefühl, dass sie direkt in uns hinein singt. Dass ihre Stimme zwischen Schmerz und Schönheit pendelt, bis einem der Atem stockt.
Ganz nebenbei zeigt die Österreicherin auch in anderen Medien, was für eine Ausnahmefigur sie ist. Ihre Berlinale-prämierte Rolle in Des Teufels Bad ließ viele sofort an ihre frühen Werke denken: Dörfliche Enge, religiöse Wucht, das Ausbrechenwollen – und das Scheitern. Es ist fast, als ob Soap&Skin jede Kunstform nutzt, um die gleichen Fragen neu zu stellen: Was trägt, was bricht, was bleibt?
Am 19. Oktober bringt sie all das ins Werk7. Erwartet keinen simplen Konzertabend, sondern eine immersive Erfahrung irgendwo zwischen Nina Simone, Tom Waits und dem eigenen Spiegelbild. Seid bereit, in den Abgrund zu schauen – und Sterne darin zu entdecken.
Die Gewinner*innen unserer Kartenverlosung wurden informiert.
curt präsentiert: Soap&Skin > Homepage // 19. Oktober 2025 // Werk7 // Beginn 20 Uhr // VVK 60,50 EUR zzgl Gebühren




