Foto: Jim Fuller

13. November
Somebody’s Child

Band oder nicht Band, das ist hier die Frage.

Ob die Kombo rund um Sänger und Songwriter Cian Godfrey nun offiziell Somebody’s Child ist, oder ob der irische Frontmann eigentlich vielmehr ein Soloprojekt ist, bleibt ungeklärt Viel spannender ist aber ohnehin das aktuelle, wenn auch nicht mehr ganz so neue, zweite Album When Youth Fades Away. Ein Titel der nahtlos anknüpft an Cians treibende Kraft hinter dem Debüt aus dem Jahr 2023: Der Angst vor dem älter werden.

Das Erstlingswerk, das er damals in einem Interview auf Nachfrage als Coming-of-Age Platte bestätigte, drehte sich um all diese Themen, auf die man als junger Mensch gar nicht so arg schauen will. Aber die Jugend schwindet, ob man will oder nicht.

Statt therapeutischem Tagebuch schreiben packt Cian lieber all diese schweren Gefühle und Gedanken in schöne Melodien, die – er kann es schon nicht mehr hören, aber mei, wenn es halt alle anderen hören – schon an vielen Stellen Sam Fenderisch klingen. Schön klingt das dann, wehmütig und kraftvoll, melancholisch und treibend zugleich. Klingt nicht nur nach Sam, sondern auch nach Wintersleep oder Royel Otis. Als Kind lebte der Dubliner mit seiner Familie in Paris, wo er widerwillig Klavier lernte. Er fühlt sich dort nach wie vor wohl und zu Hause, genau wie in Dublin, aber verschlagen hat es ihn zwischenzeitlich nach London, wo es sich einfach hervorragend Musik machen lässt.

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Einen Monat tourt die Gruppe nun im Herbst durch Europa, 6 weitere Shows stehen im neuen Jahr in den USA und Kanada auf dem Plan. Aber – wessen Kind ist er, sind sie denn nun? Weder mit gleichnamigem Film hat der Name etwas zu tun, noch mit dubiosen Internet-Seiten. Der „Spruch“ war einfach an eine Mauer getagged, und Cian fühlte sich direkt verbunden.

Als Inspiration für seine Texte dient nicht nur obig erwähnte Angst vor schwindender Jugend, sondern auch Filme. Insbesondere dystopische Sci-Fi Ästhetik hat es ih angetan, und so versucht er stets, diese auch in seiner Musik hörbar zu machen. Ganz vorne mit dabei: Blade Runner. Joy Division und The Cure hat er selbst gerne gehört, und The Strokes und sowas. All das fließt mit ein in seine Musik, die so gar nicht irisch klingt und es auch nicht soll.

Orange und weiß hat sich das Child immerhin mitgenommen, von der heimatlichen Flagge. Und nutzt die Couleur mitsamt schwarz für Merch- und Plattendesign. Schick!

Einst Support bei den Kaiser Chiefs, jetzt schon zum zweiten Mal dieses Jahr in Deutschland, nachdem die Frühjahrsshow im Feierwerk restlos ausverkauft war. Seinem jüngeren ich würde er alle Zeit sagen: Trust your gut and stay young. Das kaufen wir genau so!

Unsere Kartenverlosung ist vorbei.


Somebody’s Child > Homepage // 13.11.25 // Strom // Support: ISE // Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr // Tickets ab 30,45 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten VVK-Stellen