/

25. Februar
Damien Jurado – Brothers and Sisters of the Eternal Son

Auf dem Cover sieht man eine Glaskuppel, die mitten im See aus dem Wasser ragt, das Album trägt den Titel „Brothers and Sisters of the Eternal Son“, fünf von zehn Liedern beginnen mit „Silver“ – uff. Noch vor dem ersten Hören drängt sich da der Eindruck auf, da wäre jemand sehr spirituell veranlagt oder hätte in seiner Jugend ein bisschen viel Klebstoff geschnüffelt. Vielleicht auch beides. Ungewöhnlich geht es auch los, geradezu magisch. Zuerst wiegt einen Opener „Magic Number“ noch in Sicherheit, bevor mitten im Lied das Klappern beginnt. Eine Art Trommelwirbel. So, als wäre man tatsächlich dabei, wenn da

/

15. März
Darkside: Psychic

AUSVERKAUFT // Der eine wollte eine elektronische Platte machen, der andere eine Rockplatte. Beide Ideen sind gescheitert – und herausgekommen ist ein beeindruckendes Album, das ihr am 15. März in der Muffathalle live erleben könnt.

/

Gehört: Lee Bannon – Alternate/Endings

Wie sagt man doch so schön: „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“ Und das gilt natürlich auch für Musik. Wenn einem auf einer Party jemand sagt, er höre eigentlich alles, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass sich ein Gespräch über dieses Thema nicht wirklich lohnt. Wie auch, wenn der andere weder Vorlieben, noch Abneigungen hat? Dabei macht es doch so viel Spaß, schlechte Musik und bestimmte Stile zu hassen! In meinem Fall Schlager. Oder theatralische Weltuntergangsschnulzen. Oder auch Hip-Hop. Wenn ich das musikalische Jahr damit beginne, ausgerechnet das Album eines Hip-Hoppers vorzustellen, ja mehr noch,

/

Gehört: Case Conrad – Copper Thief

Schwedische Melancholie gepaart mit Euphorie und Lebenslust: Singer/Songwriter-Klänge gehen bei CASE CONRAD mit hübschen Pop-Perlen und Surf-Psychedelic-Gitarren Hand in Hand. Am 24. Februar erscheint das zweite Album „Leikko“ des schwedischen Quintetts >>

/

Collapse under the Empire >> Aktion: Rettet den Regenwald

Ende Mai 2014 erscheint der zweite Teil des Konzeptwerks „Sacrifice & Isolation“ von Collapse Under The Empire. Mit dem Track „Lost“ gibt das Postrock-Duo aus Hamburg einen Vorgeschmack auf das kommende Album und supportet mit der Charity-Single die Organisation „Rettet den Regenwald“.

/

Gehört: Tess Parks – Blood Hot

Es gab eine Zeit Mitte bis Ende der 90er, als gefühlt jeden Tag eine neue junge Dame mit Gitarre in der Hand in den Himmel gelobt wurde. Kaum war der Hype vorbei, sind die meisten aber wieder in der Versenkung verschwunden, was in manchen Fällen schade ist und in anderen … weniger. Selbst die ganz großen Namen aus dieser Phase – Alanis Morissette, Jewel oder Sarah McLachlan – gehören heute zu der Kategorie „ferner liefen“. Wenn in diesem Umfeld neue Künstlerinnen noch auf sich aufmerksam machen wollen, dann sollten sie schon besser etwas wirklich Neues zu bieten haben.

//

Gehört: The KVB – „Minus One“

Joy Division, Bauhaus und Siouxsie & the Banshees – wenn eine Band mit diesen drei Alternative-Urgesteinen aus den 80ern verglichen wird, da wird man schon einmal hellhörig. Oder sollte man sagen dunkelhörig? Tatsächlich ist hell so ziemlich das letzte Wort, das man nehmen würde, um die Musik von The KVB zu beschreiben. „Kill the Lights“, so heißt einer ihrer neuen Songs, trifft die Stimmung da ganz gut: Betonbunker so tief, dass nie ein Licht dorthin geraten würde, dazu wabert der Rauch von Zigaretten und anderen Genussmitteln durch die Luft, so dicht, dass man das eigene Bier nicht mehr vor den

//

Gehört: Pete MacLeod – Rolling Stone

Das eigene Debüt ausgerechnet „Rolling Stone“ zu nennen – mutig. Nicht nur, dass damit an die Uraltrocker und das fast ebenso betagte Musikmagazin erinnert wird, auch Assoziationen mit Bob Dylans „Like a Rolling Stone“ oder den Soulklassiker „Papa Was a Rollin’ Stone“ sind so unvermeidbar. Ganz so weit in die Vergangenheit ausgerichtet ist Pete MacLeod mit seinem Album zwar nicht, einen dicken Retrocharm versprüht der Schotte aber auch so: Auf der Rückseite der CD-Hülle wird brav in Side A und Side B unterteilt – wie in seligsten Schallplattenzeiten –, in der Mitte des Booklets findet sich eine familienfotoartige Collage und

//

Gehört: Mineral –
„Plastic Ekphrastic“

  So viele Idioten, so wenig gute Beleidigungen. Wer auch bedauert, dass er gar nicht so viele Pfeile im Köcher wie verdiente Ziele vor Augen hat, für den haben Mineral jetzt Nachschub besorgt. Sogar einen ganz gemeinen Nachschub, denn sie zielen damit auf einen Bereich, der wirklich weh tut: die Fähigkeit, Witze zu erzählen. „You laugh at everbody else’s jokes because you ain’t got any of your own“ Klar, etwas seltsam ist die Beleidigung schon, aber das gilt auch für das dazugehörige Lied „Serial Monkey“. Zumindest dürfte es nur wenige Künstler geben, die von bösartigen Affen im Kopf singen, die

/

Gehört: Chris Grant –
„It’s Not About War“

„It’s our story, it’s our time I’ll watch your back if you watch mine“ Wenn ein Album mit diesen Worten anfängt und auch noch den Titel „It’s Not About War“ trägt, dann ist die Versuchung groß, die Anlage gleich zu verbrennen und Salz darüber zu streuen, bevor es noch schlimmer wird. Wer hat schließlich heutzutage noch den Sinn für derlei Weltverbesserungsgesülze? Nun ist Chris Grant aber ein Protegé von Alan McGee, der früher unter anderem mit The Jesus and Mary Chain, Primal Scream, My Bloody Valentine und Oasis zusammenarbeitete, also über reichlich Indieglaubwürdigkeit verfügt. Das allein reicht aus, um Grant

//

Gehört: Son Lux – „Lanterns“

„Wenn dir das gefällt, gefällt dir vielleicht auch …“ „Kunden, die das kauften, kauften auch …“ Musik zu beschreiben, ist nie ganz einfach. Ständig werden neue Genrebegriffe erfunden, Nuancen entdeckt, die Schubladen neu beklebt, bis am Ende keiner mehr weiß, welche Ausdrücke heute noch vertretbar, welche schon veraltet sind. Kein Wunder also, dass man da schnell dazu neigt, auf eine Methode zurückzugreifen, die vielleicht weniger wortgewandt, dafür aber verlässlich ist: „Die Musik ist so ähnlich wie die von Band X.“ Was aber auch nicht viel bringt, wenn man auf einmal mit der Musik des Klangkünstlers und Soundexperimentalisten Son Lux konfrontiert

/

Gehört: MGMT – „MGMT“

„Now, let’s have some fun!“ Als MGMT 2007 mit ihrer Debütsingle „Time to Pretend“ das erste Mal Radio und Clubs aufmischten, schienen Message und Situation klar zu sein: Da haben zwei College-Jungs die alten Platten auf dem Speicher entdeckt, machen eine Mischung aus Glamrock und psychedelischen Soundtrips – irgendwo zwischen David Bowie und Spacehog – und haben eine ganze Menge Spaß dabei. Und das Publikum gleich mit, machten das Album „Oracular Spectacular“ und vor allem die Single „Kids“ zu einem Überraschungshit. Nur Benjamin Goldwasser and Andrew VanWyngarden, den beiden Gründungsmitgliedern von MGMT, verging recht bald der Spaß, immer wieder auf

//

Gehört: Drugstore –
„The Best of“

Erinnert sich noch jemand daran, wie es war, als das M in MTV für Musik stand, gute Musik sogar? Anfang bis Mitte der 90er war das, man sprach damals noch ausschließlich englisch, Kultmoderatoren wie Ray Cokes oder Paul King führten durchs Videoprogramm und ganze Sendungen widmeten sich neuen, unverbrauchten oder zumindest irgendwie anderen Bands. Sendungen wie „120 Minutes“, Bands wie Nirvana. Tatsächlich wurde „Smells Like Teen Spirit“ seinerzeit zum ersten Mal in besagter Show gezeigt, die sich ausschließlich Musik fernab vom Mainstream verschrieben hatte. Und damit auch Musik der englischen Indiegruppe Drugstore. Drei Menschen auf der Bühne in einer Cocktailbar,

//

Gehört: Dreiviertelblut –
„Lieder vom Unterholz“

Wir haben es mal wieder geschafft. 50 Wochen lang haben wir jetzt wieder unsere Ruhe vor dem größten Missverständnis in der Geschichte Bayerns: der Wiesn. Unter dem Vorwand, Bayern zu zeigen, wie es ist, schießt dieser 16-tägige Stimmungsunfall nämlich Jahr für Jahr unanständiger am Ziel vorbei und zeigt ein Bild, das mit Bayern ungefähr so viel zu tun hat wie Reherl mit Rehen (wer den Unterschied nicht kennt möge googlen und anschließend unbedingt weiterlesen). Ein realistisches Bild von Bayern zu zeichnen, ist ungleich schwerer, denn die Wahrheit liegt im Detail. Der feine Unterschied zwischen Bier und Delirium, zwischen Tradition und

Albumrelease: LÖWE – II

Majestätisch, vornehm, der König der Tiere. Ein wildes, gefährliches Raubtier. Oder nur ne große faule Katze, die das Jagen lieber dem Weibchen überlässt. Sind Löwen das Gesprächsthema, werden die unterschiedlichsten Assoziationen genannt. Wenn sich nun eine Band nach eben diesem Tier benennt, darf man daher gespannt sein, aus welchem Grund sie diesen Namen gewählt hat. Im Fall von LÖWE ist der jedoch reichlich profan, geht er doch letztendlich auf den Namen des Gitarristen Michael Löwe zurück. Der lernte einst auf einer Party den Sänger Konrad Wissmath und gründete mit ihm „Konrad und der Löwe“. Inzwischen komplettieren Benjamin Paska und Michael

/

Gehört: Mazzy Star –
„Seasons of Your Day“

Als 2008 nach unzähligen Verschiebungen doch noch „Chinese Democracy“ der Guns N’Roses erschien, meinte man das am längsten erwarte Album aller Zeiten vor sich zu haben. Doch während Fans der Gunners „nur“ 15 Jahre auf Nachschub warten mussten, schaffte es jetzt eine hierzulande nicht ganz so bekannte Band, das noch einmal um zwei Jahre zu toppen: Mazzy Star. Seit dem 1996er „Among My Swans“ hatte es kein neues Album des amerikanischen Duos gegeben, nicht einmal ein „Greatest Hits“ war uns vergönnt. Es sind sogar fast zwanzig Jahre vergangen, seitdem die Shoegazer mit der verträumten Highway-Ballade „Fade Into You“ die Alternative-Charts

//

Gehört: Revolverheld –
„Immer in Bewegung“

Drei Top-10-Alben, eine ganze Reihe von Singles unter den ersten dreißig und auch die letzte stieg prompt auf Platz zehn ein – den Erfolg muss Revolverheld erst mal einer nachmachen. Und wie wir alle wissen: Erfolg macht träge. Sprich, die Versuchung ist groß, erst mal nichts zu ändern, um beim notorisch wankelmütigen Publikum auch ja niemanden zu verschrecken. Das Merkel-Prinzip eben. Entsprechend misstrauisch darf man dann sein, wenn eine erfolgsverwöhnte Band von sich behauptet, „Immer in Bewegung“ zu sein. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Tatsächlich fängt das Album

//

Gehört: The Poets of Rhythm

Ungeschliffener, roher und authentischer Soul und Funk gefällig? Könnt ihr haben: The Poets of Rhythm veröffentlichen am 4. Oktober ihren musikalischen Blick retour – „Anthology 1992–2003“. curt hat vorab schon mal reingehört.

//

Gehört: Golden Suits

Während der Aufnahmen des neuen Albums erhielt Fred Nicolaus aka Golden Suits Unterstützung von Grizzy Bear’s Chris Bear, Chris Taylor und Daniel Rossen – letzterer sang Harmonien und war allgemein ein unterstützender Geist. Alles in allem wurde es in zwei Jahren geschrieben und in diversen Studios und Pseudo-Studios in Brooklyn aufgenommen. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.Mehr erfahren Video laden Vimeo immer entsperren Golden Suits „Swimming In ’99“ from Yep Roc Music Group on Vimeo. Zur Entstehung von Golden Suits: Eine Ratteninvasion zwang den Fred Nicolaus aus seinem Apartment in Brooklyn, gleichzeitig litt er an gebrochenem

1 3 4 5 6