The Light Below – Georgia

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Bei The Light Below bekommt es die geneigte Hörer*in mit einer Formation zu tun, die in dieser Form noch nicht viele Veröffentlichungen herausgebracht hat. Die ersten Spuren, die vom Trio Frank Binke, Patrick Christensen, Eric J. Breitenbach in den einschlägigen Social Media Kanälen hinterlassen wurden, datieren auf den Sommer des Jahres 2024. Und wer hier jetzt einsteigt, der muss auch noch nicht viele Posts nacharbeiten.

Umso eindrucksvoller, welch tiefe Rillen die Musiker mit ihrem Album Georgia in den Post Rock Highway fräsen. Die vorab veröffentliche Nummer Tsinskharo könnten eingefleischte Cineast*innen und Soundtrackhörende aus Werner Herzogs Film Nosferatu: Phantom Der Nacht im Ohr haben. Dieses Lied ist ein berühmtes Stück aus der georgischen Volksmusik und wurde ursprünglich von Männerchören gesungen. Und hier setzt der erste bewusste Bruch mit tradierten Gewohnheiten ein.

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The Light Below verbinden auf diesem Album instrumentalen, westeuropäischen Postrock mit zum Teil jahrhunderter alter Gesangstradition aus Osteuropa. Der Frauenchor Akhla Ensemble interpretiert Volkslieder aus dem Land, welches vom Kaukasus geprägt ist. Die sakral geprägten Singstimmen werden von schleppenden, melancholischen und atmosphärischen Soundscapes aus Gitarre, Bass und Schlagzeug begleitet, getragen, umrahmt.

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Da wirkt es kaum Wunder, wenn der Name Steve Albini im Kontext dieses paneuropäischen Künstlerkollektivs auftaucht. Georgia ist eine der letzten Produktionen, an denen Albini kurz vor seinem zu frühen Tod mitgewirkt hat. Einige der Musiker hinter The Light Below haben in ihrer bisherigen Laufbahn diverse Erfahrungen in Sachen Filmmusik sammeln können. Diese bildhafte Herangehensweise bei der Erschaffung der Klangwelten auf Georgia, verleiht dem Album einen gewissen Arthouse Flair und fordert Aufmerksamkeit, ähnlich einem guten Spielfilm aus dem Hause Werner Herzog.


The Light Below – Georgia // My Proud Mountain / Cargo // VÖ: 23.01.2026 // > Facebook > Bandcamp