Sechs Jahre sind seit ihrem letzten Album vergangen – nun melden sich We Lost The Sea mit dem neuen Werk A Single Flower zurück. Sechs Jahre, in denen sich die Welt zunehmend in Zeiten der Unwucht widerfindet. Fast schon prophetisch wirkt da das gefeierte Album Triumph & Disaster aus dem Jahr 2019, welches noch die Stille vor dem Sturm einzufangen schien. Wenig wunderlich, dass die Australier nun ein neues Kapitel aufschlagen und mit A Single Flower einen emotionalen Aufbruch in eine Welt nach dem Zusammenbruch starten.
„Can beauty be a form of defiance?“, fragen sich die cineastischen Postrocker aus Sydney und antworten mit epischen Gitarrenwänden, flirrenden Klangflächen und dröhnenden Bassgewittern. Zwischen Wucht und präziser Zurückhaltung entstehen musikalische Landschaften, in denen sich die Hörenden verlieren oder im besten Falle wiederfinden können. Trotz oder gerade wegen der relativ simple Kompositionsstrukturen wirkt das Album niemals verkopft oder droht sich trotz der teilweise überlagen Songs in sich selbst zu verlieren. Die Elemente sitzen an ihrem richtigen Platz, wirken klug arrangiert und es wird natürlich auf technisch hochwertigem Niveau gespielt.
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Für Überraschung sorgt der epische Schluss des Albums. Blood Will Have Blood nähert sich in zarter und fragiler Art und Weise der eher barbarischen Tragödie Macbeth. „Es fordert Blut, sagt man; Blut fordert Blut. Man sah, daß Fels sich regt‘ und Bäume sprachen, Auguren haben durch Geheimnis-Deutung. Von Elstern, Krähn und Dohlen ausgefunden. Den tief verborgnen Mörder. – Wie weit ist die Nacht?“
We Lost The Sea – A Single Flower // Bird’s Robe Records / MGM // VÖ: 22.08.2025 // > Homepage




