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Gehört: Alois – Mints

Die smoothen Klanglandschaften des Vierer-Gespann Alois aus Luzern schlängeln sich verklärt durch Krautrock-Attitüden mit weirdo Synthesizern und Computerbeats und berauschendem Daydream-Indiepop. In ihrer Heimat sind Alois längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Die erste Singleauskopplung Flowers (VÖ: 09.06.2017) hat es bereits spielerisch geschafft mit seiner zarten, tanzbaren Anmutung, einen direkt aus den Fängen des lahmen Alltags zu katapultieren – das dazugehöroge Album Mints zieht am 29. September via Red Brick Chapel nach. Ein Debüt aus der Schweiz, perfekt für den Spätsommer. Alois – Mints > Facebook // VÖ: 29. September // Label: Red Brick Chapel [display_video youtube=QyRjD2hn0cM] [display_video youtube=xanHu2sjuEM]

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Gehört: Sugarfoot – The Santa Ana

Trondheim – Crispin Glover Records – Retrorock. Weiterlesen, es lohnt sich! So sicher wie das Frühjahr auf den Winter folgt, so sicher bringt die Norwegische Band Sugarfoot zum Start in den Frühling ein neues Album auf den Markt. Genau wie der Vorgänger „Different Stars“ wurden die Songs von „The Santa Ana“ im Rancho De La Luna Studio/Joshua Tree eingespielt. Eine knappe Woche hat man sich für die gesamten Aufnahmen unter der Sonne Kaliforniens gegönnt und 13 Songs eingespielt, die mit ihrer Wärme und Intensität zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens bis hin zu einer leichten Euphorie beitragen können. Serotonin und Dopamin

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Gehört: Below The Sun – Alien World Temple Of Torturous

„Mach das sofort aus. Davon bekomme ich schlechte Laune.“ Ein größeres Anti-Lob kann eine Experimental Post-Doom-Metal-Scheibe eigentlich kaum bekommen. Des lieben häuslichen Friedens willen empfehle ich ausdrücklich, den weiteren Genuss von Alien World ausschließlich im Kreise von Genre-Liebhabern zu pflegen. [display_video youtube=QcVvP5SvuCQ] Das zweite Album der Band aus dem sibirischen Krasnojarsk wirkt kalt, düster, unwirtlich. Der Sound dringt bis tief ins Mark, die Gitarren sägen an den Nerven und der Sänger schwingt zwischen Death Growls und klaren Ambient Parts. So muss es sein, so will es das Gesetz! Wie schon auf dem Debut Album Envoy befasst sich Alien World mit

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Gehört: Little Children – f.f.

Nach 9 Jahren als Therapeut und Barkeeper hatte der Schwede Linus Lutti große Krise. Sorgen und Tristesse standen ihm ins Gesicht geschrieben; seine Lebensfreude ging gegen Null. Mir hat mal jemand gesagt, dass lange Spaziergänge helfen können, eigentlich egal bei was, und das hat wohl auch bei Linus funktioniert, denn bei einer seiner Runden entschied er, aus seiner Komfortzone auszubrechen, seinen sicheren Job aufzugeben und sich auf die Musik zu konzentrieren. „f.f“ ist das zweite Soloalbum von Linus Lutti als Little Children. Ein nachdenkliches, trauriges, gleichzeitig aber auch aufbauendes, feines Pop-Album, das tiefer geht – wie zum Beispiel bei Chasing

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Gehört: Flash the Readies – Kayos

Was 2006 als klassischer Indie-Rock begann, entwickelte sich bei Flash the Readies aus Olomouc, Tschechien von Album zu Album immer instrumentaler und sphärischer – bis nun zu ihrem vierten Studioalbum Kayos, bei dem sie scheinbar ihren Heimathafen gefunden haben: charakterstarker Postrock mit aparten Melodien, mal kampflustig, mal zart, mal düster – steht der Band ausgesprochen gut. [display_video youtube=CWKcU6efbiE] Kayos begleitet einen im Kopf durch dichte Wälder, steinige Anhöhen und neblige Täler – kein Wunder, schließlich wurde das Album hoch oben im Altvatergebirge von Hrubý Jeseník aufgenommen und das schroffe Naturkolorit schwingt bei allen sechs Tracks mit, auch wenn man bei

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Gehört: Wang Wen – Sweet Home, Go!

Rockmusik mit den Herkunfts-Koordinaten 39°2′N, 121 46′O bekommt schnell mal das Sigel Exotenbonus. Das kann ein Qualitätsmerkmal sein oder auch Welpenschutz bedeuten. Wang Wen kommen aus der Chinesischen Großstadt Dalian in der Provinz Liaoning. Und obwohl es sich hier schon um die 9te Veröffentlichung der Band handelt, dürften nur absolute Postrock-Experten eine komplette Sammlung der Band ihr Eigen nennen. Das sollte Ansporn genug sein, für ein freudvolles Durchforsten der nächsten Plattenbörse. Denn Wang Wen spielen eine erfrischende, experimentelle und überraschende Variante des Genres, welches einerseits nach neuen Ufern sucht andererseits dem Bekannten stets verhaftet bleibt. Die Songs sind sehr orchestral arrangiert

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Gehört: Matt Boroff – Grand Delusion

Musik ist immer dann besonders spannend, wenn es den Schöpfern der Klänge gelingt, Bilder in den Köpfen der Zuhörer zu erzeugen. Zum Beispiel Bilder von staubigen, verlassenen Straßen oder endlos scheinenden Wüstenlandschaften. Genau dies passiert, wenn man sich die Songs auf Grand Delusion anhört. Bilder, die an die Ästhetik eines Rodriguez, Tarantino oder Lynch Streifen erinnern. Matt Boroff zelebriert auf seinem neuen Soloalbum Grand Delusion atmosphärischen Dessert Rock der ganz ohne Zweifel auch auf der Bühne des legendären Titty Twister eine passable Figur abgeben würde. Groovige Beats, heulende Gitarren sowie eine flirrende Orgel rollen den Klangteppich aus für Boroffs eindringlichem

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Gehört:
Bardus – Stella Porta

Alle Wetter! Was ein Brett! Stellt euch vor, die Melvins, Eyehategod, Unsane und die Queens of the Stone Age hängen gemeinsam im Proberaum, hören AC/DC, trinken ein paar Krügerl und fangen an, gemeinsam zu jammen. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von w.soundcloud.com zu laden. Inhalt laden Aus Philadelphia stammt diese junge Band, die neben Sludge, Pyschedelic, Noise, Metal, Groove und auch ein klein wenig Latin spricht. Mehr als drei Mann braucht es nicht für die sieben Tracks von „Stella Porta“ – ein Album, das den konsequent nächsten Schritt vom DIY des Debüts „Solus“ darstellt. Durch die

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Gehört: Damien Jurado – Visions of Us on the Land

Auch die schönste Reise muss einmal ein Ende haben – selbst wenn man nicht genau verstanden hat, wo sie eigentlich hinging. Zumindest heißt es, dass „Visions of Us on the Land“, das neueste Album des Singer-Songwriters Damien Jurado, den Abschluss seiner Trilogie markiert, die 2012 mit „Maraqopa“ begann, 2014 mit „Brothers and Sisters Of The Eternal Son“ fortgesetzt wurde und im weitesten Sinne das Thema Reisen behandelt. Allerdings geht es hier nicht darum, auf einen Absacker-Sangria nach Mallorca zu fahren. Vielmehr sind die Orte nicht ganz von dieser Welt. Und die Musik ist es auch nicht. Sci-Fi-Folk hat es mal

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Gehört: Soon – Vol. I

Aus dem Nichts taucht die Band mit dem unspektakulären Namen Soon auf und haut im Vorbeigehen ein absolut überzeugendes Debütalbum raus. Was sind das für vier Typen? Erste Spuren im Netz führen nach Hamburg. Harte Gitarrenriffs, Darkwave-Elemente … könnte passen. Aber die Hanseaten haben schon mehrere Alben am Start. Es muss sich also um andere Soon handeln. Diese Band hier kommt aus den USA und ist ein Projekt der beiden The Love Language-Musiker Stuart McLamb und Thomas Simpson, die mit Rob Walsh (Bitter Resolve) und Mark Connor die düsteren und schwermetallischen Ecken der Rockmusik ins Visier nehmen. Ein ziemlicher Gegensatz

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Gehört: Spidergwad – III

Bock auf Rock?! Britischer Blues, Hard-Rock und Psychedelic der 60er- und 70er-Jahre sind das Feld, auf dem sich Per Borten (Gitarre, Vocals), Kenneth Kapstad (Drums), Rolf Martin Snustad (Bariton Sax) und Bent Sæther (Bass) genüsslich austoben.

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