27. Februar
The Tiger Lillies im Freiheiz

Grotesk. Das sind die Tiger Lillies in einem Wort. Als monströs überzeichnete Bühnenfiguren laden diese Ausnahmemusiker und Vollblutperfomer dazu ein, ihnen in ein unwirkliches Schauer-Cabaret in die Londoner Gosse zu folgen. Musiziert wird dabei ganz konventionell an Akkordeon, Kontrabass oder Klavier – aber auch Säge oder Theremin zieht das musikalisch extrem versatile Trio heran, um ihre tragischen, komischen, monströsen, obszönen und desperaten Balladen zu inszenieren. Der distinktive Kopfstimmen-Gesang von Martyn Jacques wechselt dabei ansatzlos zwischen wehmütiger Klage, absurd-überhöhtem Frohsinn und gekrächzten Mordphantasien – und wird mit Sicherheit noch im einen oder anderen Alptraum des geneigten Hörers einen Gastauftritt hinlegen. [display_video

20. September
Camille im Freiheiz *ABGESAGT*

Camille hat gemeinsam mit der Band Nouvelle Vague Popklassikern der 80 er Jahre ein neues sanftes Wesen aus Easy Listening und Bossa Nova verliehen und Solo mit ihrem Album „Le Fils“ Gold und Platin abgeräumt. In den letzten sechs Jahren allerdings wurde es still. Die Französin hat Anlauf genommen und landet nun mit ihrem neuen Album „Oui“ dort, wo der Pop am aufregendsten ist. Nach eigener Aussage hat Camille versucht ihre Muttersprache zu dehnen, bis sie sich fast flüssig anfühlt. Ein Sinnbild für ihre Arbeitsweise. Nicht nur der Sprache, auch dem Sound verlangt sie neue Perspektiven ab. Das Musizieren scheint

5. Juli
curt präsentiert: Rodrigo Y Gabriela @ Freiheiz

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Das wissen viele Künstler, und zwei davon sind Rodrigo y Gabriela: In ihrer Geburtsheimat Mexiko unbeachtet leben die beiden GitarristInnen mittlerweile in ihrer Wahlheimat Irland – und begeistern von dort aus seit mehr als fünfzehn Jahren den Rest der Welt mit ihrer puristischen Instrumentalmusik, die irgendwo zwischen mittelamerikanischer Folklore und Heavy Metal angesiedelt ist. Klingt schwer zugänglich? Ist es aber nicht. Lediglich mit ihren beiden Akustikgitarren bewaffnet zieht das Duo seine Zuhörer in den Bann und mischt Coverversionen geschickt mit eigenen Nummern. Diese musikalische Offenheit, verbunden mit der Leidenschaft der mexikanischen Lebenskultur, brachte

22. Februar
curt präsentiert: Trentemøller im Freiheiz *ausverkauft*

Ästhetik zwischen Waschmittel, Erdnussbutter & Frühstücksflocken – Trentemøller kommt am 22. Februar 2017 mit elektronischen Klängen und ausgesuchten Tour Visuals im Gepäck nach München ins Freiheiz. Wer hätte es gedacht: Der dänische Musiker und Produzent Anders Trentemøller startete seine musikalische Karriere in den 90er-Jahren als Rocker. Doch die 2003 erschienene, selbstbetitelte EP war so gar nicht gitarrenlastig – und für das darauf enthaltene Stück „Le Champagne“ erhielt er sogar bei den Danish DJ Awards die Auszeichnung „Upfront Release Of The Year“. [display_video youtube=DLu_1TNPw7o] 2005 folgte die Auszeichnung „Producer Of The Year“ und sein Hit „Polar Shift“ sowie sein Remix für

8. Mai
Jack Garratt im Freiheiz

Jack Garrat – einmal mit allem bitte Da macht ein rotbärtiger Typ aus Little Chalfont knapp 10 Jahre Folk, doch kaum bricht die große Zeit des Folks an, legt dieser Jack Garratt doch glatt die Folk-Klampfe weg und mutiert zum Einmann-Pop-Orchester, dass maßgeblich aus elektrischer Gitarre, Keyboard und satten Beats besteht. Dazu kommt eine geschmeidige R&B-Stimme und ganz viel Talent. Innerhalb von zwei Jahren geht es dann ganz schnell: 2014 veröffentlicht er selbst die Single „I Couldn’t Want You Anyway“. Festivals werden hellhörig und buchen den Typen, dazu stürzt sich das Label Island auf ihn und mit ihm schnell mit

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curt war da: KAKKMADDAFAKKA im Freiheiz

KAKKMADDAFAKKA, Freiheiz, 13.4.2016 Alles, was Erlend Øye anpackt, wird zu Gold. Kings of Convenience, The Whitest Boy Alive, seine Soloprojekte (wie zuletzt sein großartiges Album „Legao“ 2014). Deswegen war der Weg von KAKKMADDAFAKKA praktisch vorgezeichnet, als Øye die Rolle des Produzenten für ihr zweites Album „Hest“ übernahm. Und nach einem fast nur in ihrer Heimat beachteten Debütalbum spielten sich die Norweger mit „Hest“ und den Übersongs „Restless“ und „Your girl“ tatsächlich und ruckzuck in die Herzen des kontinentaleuropäischen Indiepop-Volkes. Melt, Hurricane, Southside, Rock im Park, Rock am Ring, Taubertal, MS Dockville, Chiemsee Reggae Summer – KMF waren und sind überall. Und momentan

18. Mai
David Duchovny im Freiheiz

I want to believe! Hank Moody, Fox Mulder – David Duchovny weiß, wie man Figuren Leben einhaucht und sie zum Kult macht. Eine ganze Generation folgte in den 90ern den x-Akten und die Millenials begeisterte er mit Exzessen und Eskapaden eines alternden Schriftstellers. Dass der nimmermüde New Yorker mit satten 55 Jahren auch noch die Gitarre auspackt und mit Hell or Highwater ein Album mit ganzen 12 Folk-Rock Nummern auf den Tisch legt, das hätte auch das FBI nicht ahnen können. So vielschichtig wie seine Onscreen-Figuren gezeichnet sind, so facettenreich scheint sich Duchovny auch im echten Leben zu geben. Es

1. Mai
curt präsentiert: AURORA im Freiheiz

Eigentlich sollte Aurora Aksnes Metal machen – oder Dark Psytrance, Industrial Rock oder Horror Metal wie Rob Zombie. Nicht umsonst stilisiert die norwegische Sängerin ihren Namen AURORA, nur in Großbuchstaben, als schreie sie die Musikgemeine an. Und – seien wir doch mal ehrlich: Ein bisschen denken wir doch alle an den Horror-Klassiker “Das Dorf der Verdammten”, wenn wir die blonde Sängerin anschauen. [display_video youtube=T1ZTxHcPReg] Statt uns eine blutige Mische aus Schranz und Death Metal zu servieren konzentriert sich AURORA lieber auf melodiösen, düsteren Synthpop. Das ist nun natürlich ein sehr generischer Begriff, deswegen klären wir das mal genauer: Aurora klingt

13. April
curt präsentiert: Kakkmaddafakka im Freiheiz

Kakkmaddafakka kommen endlich wieder nach München und schon ist das Konzert wieder ausverkauft. Ihre Live-Auftritte sind legendär und ein neues Album haben die sechs Nordlichter aus Bergen auch dabei: „KMF“ Die beiden Single-Auskopplungen hatten ja bereits einen guten Vorgeschmack darauf gegeben. „Galapagos“ klingt um einiges melancholischer und sphärischer, als man das von vergangenen Alben gewohnt ist und auch der Redaktions-Favorit „Young You“ kommt etwas gesetzter daher. Man hat beinah das Gefühl, die norwegischen Indiepopper – die schon im Alter von 15 bzw. 18 Jahren auf der Bühne standen – werden auch musikalisch erwachsener. [display_video youtube=m2nJ6Cml50A] Wie das Ganze sich live